Angriff mit Machete – versuchter Mord
Am 17. Januar 2025 begann der Angriff mit Machete versuchter Mord vor dem Landgericht Kassel. Fünf Männer aus dem Schwalm-Eder-Kreis stehen vor Gericht, weil sie im Sommer 2023 einen Mann in seiner Wohnung mit Machete, Hämmern und Schreckschuss-Pistolen überfallen und dabei lebensgefährlich verletzt haben sollen. Rechtsanwalt Mustafa Üstün ist als Wahlverteidiger beteiligt.
Die Anklage: Versuchter Mord und schwere Gewalttaten
Die Staatsanwaltschaft legt den Angeklagten zur Last:
- gemeinschaftlich versuchten Mord,
- gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung,
- gemeinschaftlichen schweren Raub.
Die Ermittlungen gehen davon aus, dass das Opfer gezielt überfallen wurde und durch den Einsatz gefährlicher Werkzeuge nur knapp dem Tod entkam.
Rechtliche Einordnung: Mord und Versuch
Mord nach § 211 StGB
Mord ist die vorsätzliche Tötung eines Menschen unter besonderen Voraussetzungen, den sogenannten Mordmerkmalen. Dazu zählen:
- Heimtücke (Ausnutzung der Arg- und Wehrlosigkeit des Opfers),
- Habgier oder sonstige niedrige Beweggründe,
- grausame Begehung oder Verwendung gemeingefährlicher Mittel.
Liegt mindestens ein Mordmerkmal vor, droht eine lebenslange Freiheitsstrafe.
Versuch nach §§ 22, 23 StGB
Von versuchtem Mord spricht man, wenn der Täter bereits mit der Tatausführung begonnen hat, die Tat jedoch nicht vollendet wurde. Strafbar ist bereits der Versuch, wenn der Vorsatz auf die Tötung gerichtet war.
Der Strafrahmen reicht hier von zehn Jahren Freiheitsstrafe bis lebenslang. In besonders gelagerten Einzelfällen kann das Gericht den Strafrahmen mildern (§ 23 Abs. 2, § 49 StGB).
Bedeutung des Prozesses
Der Angriff mit Machete versuchter Mord in Kassel zeigt, wie streng das Strafrecht bei Tötungsdelikten greift. Auch wenn das Opfer überlebt, führt der Tatvorwurf zu hohen Mindeststrafen. Für die Verteidigung ist es entscheidend, die individuelle Rolle jedes Angeklagten darzustellen und zu prüfen, ob Mordmerkmale tatsächlich vorliegen.
Fazit
Der Angriff mit Machete versuchter Mord macht deutlich: Schon der Versuch einer gemeinschaftlichen Tötung zieht gravierende Konsequenzen nach sich. Das Landgericht Kassel wird im weiteren Verfahren klären müssen, welche Tatbeiträge den einzelnen Angeklagten zugerechnet werden können.
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Häufige Fragen zum versuchten Mord
Was bedeutet versuchter Mord?
Versuchter Mord liegt vor, wenn ein Täter den Vorsatz hat, einen Menschen zu töten, die Tat aber nicht vollendet wird (§§ 22, 23, 211 StGB).
Welche Strafe droht bei versuchtem Mord?
Das Gesetz sieht eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren bis lebenslang vor. In minder schweren Fällen kann eine niedrigere Strafe verhängt werden.
Unterschied: versuchter Mord und versuchter Totschlag?
Die Abgrenzung liegt in den Mordmerkmalen wie Heimtücke, Habgier oder Grausamkeit. Ohne diese Merkmale handelt es sich um versuchten Totschlag.
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